Da ich „Das Leben der Wünsche“ ja eigentlich schon gelesen hatte, wollte ich es mit einem anderen Werk von ihm probieren, unzwar „Die Arbeit der Nacht“.
Allerdings konnte das Buch meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllen und ich war ein bisschen enttäuscht, wohingegen ich sagen muss, das ich es nicht zu Ende gelesen habe – so lang war mein Atem nicht.
Dennoch bringe ich das Buch am Montag in zwei Wochen mit und vielleicht will es ja jemand von euch lesen.
Ich jedenfalls lese jetzt noch einmal „Das Leben der Wünsche“ und beim zweiten Lesen entdeckt man so einiges, so viel, das ich das Buch nun doch mit einem Textmarker malträtieren muss …
Liebe Grüße bis zum 07.Dezember

WeihnachtsgeschichteIch würde vorschlagen, das wir als Nächstes einen richtigen Weihnachtsklassiker lesen. Ich musste das jetzt eben mal aufschreiben, weil ich es sonst wieder vergesse und gerade „Die Weihnachtsgeschichten“ von Charles Dickens aus der empfehlenswerten Reihe Fischer Klassik in den Händen halte. Es gibt aus der Fischer Klassik Reihe auch ein Buch namens „Das klassische Weihnachtsbuch“, mit Geschichten von Theodor Storm, Thomas Mann, Hans Christian Andersen, Dostojewskij, Hans Fallada, Oscar Wilde …

Allerdings muss ich zugeben, das mich dann auch schon meine Ideen verlassen. Mir fällt kein weiterer richtiger Weihnachtsklassiker ein. Und euch? Auch mal so interessehalber.

Das Leben der WünscheWas wünscht man sich, wenn ein heruntergekommener Mann dir drei Wünsche anbietet? Jonas, Mitarbeiter einer Werbefirma, Ehemann und Vater zweier Söhne, sowie Geliebter der ebenfalls verheirateten Marie und bester Freund seiner schwerkranken Ex-Freundin Anne, wünscht sich zu Wissen ob das Leben Sinn macht, wie es ist einem Unfall knapp zu entkommen, oder in die Zukunft und Vergangenheit schauen zu können, doch er sagt nur: „Ich wünsche mir: mehr Wünsche.“, und mit dem Rat den Wünschen Zeit für Entfaltung zu geben zieht der Mann davon.
Erst nimmt er es auf die leichte Schulter und sein Leben läuft weiter, doch immer mehr Ungereimtheiten passieren, Zufälle? Schicksal? Er wird unmittelbarer Zeuge eines Autounfalls, sein Wachstumsgehemmter Sohn bekommt einen rapiden Wachstumsschub, seine Aktien steigen kontinuierlich und er entgeht knapp einem Flugzeugabsturz. Doch eines Abends liegt seine Frau tot in der Badewanne, Marie will ihrer Ehe noch eine Chance geben und Anne geht zur letzten Untersuchung bevor sie sich bald ins Hospiz begeben wird. Die Nacht lässt ihn nicht schlafen und zieht ihn immer tiefer, kann er die Kontrolle noch übernehmen und sind wirklich alles Zufälle und Schicksale?

Thomas Glavinic hat nach dem 2006 erschienen „Die Arbeit der Nacht“ mit dem Roman „Das Leben der Wünsche“ wieder ein erzählerisches Meisterwerk vorgelegt. Innere Monologe, Dialoge und Erzählpassagen stehen in ständigem Wechsel und Zusammenspiel. Das philosophisch angehauchte Buch mit Anspruch, regt zum Nachdenken und Diskutieren an. Die Frage nach Gott lässt sich neu stellen und zur Debatte bringen, aber auch Themen wie Ehebruch, Krankheit und Tod gibt Glavinic Raum zur Entfaltung.

Thomas Glavinic: Das Leben der Wünsche
Hanser, 2009
ISBN 978-3-446-23390-4
EUR 21,50

Gestern Abend hatten wir unser erstes Treffen. Nach einer Vorstellungsrunde und bei Tee und Spekulatius tauschten wir uns schon ein bisschen über Literatur aus. Wir überlegten, welches Buch aus einer kleinen vorgegebenen Auswahl wir lesen wollen und konnten uns sehr schnell auf „Das Leben der Wünsche“ von Thomas Glavinic einigen. Dazu gibt es hier dann mehr.

Da wir uns auch während des Wartens auf das nächste Treffen austauschen wollen – orts- und zeitunabhängig - konzipiere ich gerade diesen Weblog. Alle Interessierten können natürlich gerne mitschreiben und bringen uns so vieleicht noch viele andere Anregungen.